Info zur Bluttransfusion / Blutübertragung auf der Medizindomain Bluttransfusion.org
Bei einer Bluttransfusion (Blutübertragung) werden Blutbestandteile eines Spenders intravenös übertragen, z.B. während einer Operation, nach einem Unfall oder sonstigen Erkrankungen, die einer Bluttransfusion bedürfen.
Die erste erfolgreiche Blutübertragung, die beschrieben ist, erfolgte durch einen englischen Geburtshelfer, der einer Patientin, die unter der Geburt viel Blut verloren hatte und ihr mit dieser Bluttransfusion das Leben retten konnte.
Bei den ersten Bluttransfusionen wurde Vollblut übertragen. Heute werden nur bestimmte Blutbestandteile, also z.B. die roten Blutkörperchen übertragen, die vorher in einer Blutkonserve von einem Spender isoliert wurden. Diese nennt man dann Erythrozytenkonzentrate.
Eine Bluttransfusion birgt heute kaum Risiken, da das Spenderblut genauestens untersucht wird und so Infektionen fast komplett ausgeschlossen werden können. Voraussetzung für eine Blutübertragung ist aber, dass Spender- und Empfänger in ihren Blutgruppeneigenschaften kompatibel sind. Daher ist vor einer Bluttransfusion eine Blutgruppenbestimmung mit all ihren Faktoren notwendig.
Im Normalfall muss der Empfänger einer Bluttransfusion zustimmen. Nur in Notfällen kann eine Bluttransfusion auch ohne eine Einwilligung gegeben werden. Wichtig ist auch die genaue Dokumentation alles Daten vor und während einer Bluttransfusion, sodass sich der Weg einer Blutkonserve vom Spender bis zum Empfänger nachverfolgen lässt, falls Komplikationen auftauchen sollten.
Das steht bei Wikipedia über eine Bluttransfusion
Bluttransfusion nur bei Notwendigkeit
Bei einer Bluttransfusion wird in die Blutbahn des Patienten mittels einer Venenkanüle Blut oder Blutbestandteile verabreicht. Im Gegensatz zu der normalen Meinung bei einer Bluttransfusion wird Vollblut verwendet, trifft dieses heute kaum mehr zu. Das gespendete Blut wird vor einer Bluttransfusion getrennt. Dieses geschieht in Spezialeinrichtungen. Eine Trennung erfolgt in rote und weiße Blutkörperchen sowie in Blutplättchen und Blutplasma. Dadurch wir bei einer Bluttransfusion dem Patienten nur der Bestandteil gereicht, der tatsächlich fehlt.
Als Beispiel wird bei einem Mangel an roten Blutkörperchen (fachsprachlich: Anämie) nur Erytroctenkonzentrate (aus Vollblut gewonnene rote Blutkörperchen) in der Bluttransfusion verabreicht.
Restrisiko besteht immer
Grundsätzliche darf eine solche Fusion nur durch einen Arzt erfolgen. Dabei wird der Patient über die möglichen Gefahren einer Bluttransfusion vorher aufgeklärt, welche durch eine schriftliche Einverständniserklärung bestätigt wird.
Aufgrund der Risiken einer Infektionsübertragung, eine kleine Restgefahr lässt sich nie ausschließen, erfolgen Bluttransfusionen nur bei tatsächlicher Notwendigkeit. Schon alleine aus diesem Grund dürfen bei bewusstlosen Patienten Bluttransfers nur bei einem lebensbedrohlichen Zustand erfolgen.
Operationen werden immer mit Eigenblut empfohlen
Bei operativen Eingriffen erfolgt zumeist vom Patienten einige Stunden vorher eine Eigenspende, wenn absehbar ist, dass der Eingriff mit einem größeren Blutverlust verbunden ist. Bei plötzlichen, also nicht geplanten Operationen, muss jedoch oft auf eine fremde Bluttransfusion zurückgegriffen werden.
Das gespendete Blut wird in einer zentralen Blutbank gespeichert. Vor der Lagerung wird das Blut jedoch umfangreich auf Krankheitserreger untersucht. Erst nach einer eigehenden Prüfung erfolgt die Freigabe. Allerdings ist nur bei Eigenblut die Anwendung vollkommen gefahrenlos.
Bedside-Test vor der Bluttransfusion
Zur Feststellung der geeigneten fremden Bluttransfusion wird dem Patienten zuvor Blut abgenommen. Im Labor werden Blutgruppe und Rhesusfaktor bestimmt. Aus den Ergebnissen kann dann eine blutgruppengleiche Blutkonserve ermittelt werden.
Vor der eigentlichen Bluttransfusion ist der Arzt aber nochmals verpflichtet, die Angaben genauestens zu prüfen. Dieses geschieht durch einen Bedside-Test. Dabei wird die Blutkonserve mit Antiseren zusammengebracht, in nur wenigen Minuten lässt sich dann die Laboruntersuchung bestätigen.
Die Bluttransfusion wird vom Arzt selbst durchgeführt und auch im ersten Moment überwacht. Sollte eine sogenannte Unverträglichkeit bei der Bluttransfusion auftreten, können sofort Gegenmaßnahmen eingeleitet werden.
